Im Jahr 1992 wurde im elterlichen Einfamilienhaus ein zünftiger Hausfasching gefeiert, zu dem Verwandte und
Familienmitglieder als Gäste geladen waren. Im Laufe des Abends wurden Sketche vorgespielt und Musikinterpreten
imitiert. Die Stimmung war super und alle waren sich einig: „So ein Abend muss unbedingt wiederholt werde !“.
Bereits einige Wochen später wurde aus der Idee Wirklichkeit. Nicht nur die Familie sollten etwas zum Lachen haben,
sondern auch Freunde und Arbeitskollegen die zu einer Faschingsfeier mit Programm geladen wurden. Als Lokalität
wurde das Bootshaus der Meißner Kanuten angemietet, welches Platz für 50 Gäste bot.
Am Anfang war noch alles sehr provisorisch, aber allein der Gedanke zählte, mit anderen Menschen ein paar
schöne Stunden zu verbringen. Das kalte Büfett wurde von den Frauen aus der Familie bereitet und auch der Barbetrieb war
Frauensache. Die Getränke wurden von den Männern gekauft und geschmückt wurde gemeinsam.
Als Kostüme dienten alte abgelegte Kleidungsstücke und der Familienrat, wie er sich damals nannte, marschierte
in Schlafanzügen und Zipfelmützen ein. Auch eine Funkengarde existierte bereits, allerdings tanzten damals noch
keine hübschen Mädchen, sonder untalentierte Männer.
Doch gerade das es so unprofessionell war, machte diesen ersten offiziellen Faschingsabend zu einem Ereignis.
Eigentlich sollte das ganze nur einmalig stattfinden, doch die Nachfragen der Gäste häuften sich und ein Jahr später
wurden im Bootshaus bereits zwei Veranstaltungen – eine für die Familie und eine für geladene Gäste – durchgeführt.
Schon bald wurde klar: „ Sollte die Begeisterung des Publikums weiter anhalten, müssen wir uns eine andere Räumlichkeit
suchen !“. Damit fing die ständige Suche nach einer Lokalität, in der immer mehr Gäste Platz finden, an.